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Samstag, 11. Oktober 2014

LSA-Extraktion aus der Hawaiianischen Baby Holzrose (HBWR)

LSA-Extraktion aus der Hawaiianischen Baby Holzrose (HBWR)

Im Folgenden möchte ich euch eine einfache Anleitung präsentieren, mit der ihr Lysergsäureamid (LSA) aus den Samen der Hawaiianischen Baby Holzrose (Argyreia nervosa / HBWR) extrahieren könnt. Die Links führen zu Produkten, die ich lange gesucht und verglichen habe und zum aktuellen Zeitpunkt das beste Preisleistungsverhältnis hatten!
Viel Spaß :)

Was benötigt wird
- HBWR Samen (LINK) 100 Stück/12,79€
- Wundbenzin (LINK) 1L/8,25€
- Ethanol, unvergällt (>90%) (LINK) 0,5L/17,20€
- 2 Leere Marmeladengläser
- 1 (dunkler) flacher Teller
- Teefilter
- Trichter
- elektrische Kaffeemühle o.ä.
- 2 braune Apothekerflaschen
- Rasierklinge/Bankkarte o.ä.

Los geht's!
Schritt 1
Samen mit einer elektrischen Kaffeemühle pulverisieren bzw, so klein wie möglich machen (zur Not die Samen in eine Tüte legen und mit dem Hammer vorsichtig pulverisieren).

Schritt 2
Pulverisierte Samen in ein Glas geben und mit so viel Wundbenzin auffüllen bis die Samen überdeckt sind. Das Glas dann 4 Stunden lang stehen lassen.
Achtung! Die Benzindämpfe nicht einatmen!



Schritt 3
In das zweite Marmeladenglas setzt ihr nun den Trichter mit dem Teefilter. Die Masse aus dem ersten Glas muss jetzt in den Filter gekippt werden (Falls noch Reste im Glas zurückbleiben ist dies beim ersten Durchgang kein Problem). Sobald das Wundbenzin abgeflossen ist füllt ihr die Masse wieder in das erste Glas zurück und wiederholt Schritt 2 mit neuem Wundbenzin.
Achtung! Das Wundbenzin muss ordnungsgemäß entsorgt werden!



Schritt 4
Wenn der Samenbrei im Filter getrocknet ist (dauert ca. 3 Stunden im Dunkeln, es darf nicht mehr nach Benzin riechen) gebt die Samen in die erste Apothekerflasche (falls ihr nur eine Flasche habt reicht hier auch ein Glas, auf Dunkelheit sollte dann besonders geachtet werden) und füllt Ethanol im Verhältnis 1:3 hinzu (z.B. 100 Samen : 33ml Ethanol). Die Flasche verschließt ihr dann und stellt sie an einen dunklen, kühlen Ort. Nach 24 Stunden solltet ihr die LSA-Ethanol-Lösung durch den Trichter (mit Teefilter) in eine weitere Apothekerflasche geben und mit dem aufgefangen Samenbrei Schritt 4 noch einmal wiederholen.


Schritt 5
Nach dem erneuten Trennen (mit Trichter und Teefilter, den Samenbrei nochmal richtig ausquetschen) habt ihr nun zwei LSA-Ethanol-Lösungen.
Den Samenbrei könnt ihr im Hausmüll entsorgen, die Lösungen lasst ihr am besten kurz stehen damit die kleinen Pulverpartikel, die nicht gefiltert werden konnten, sich absenken.
Dann müsst ihr die Lösungen auf den, am besten dunklen (dann kann man das Extrakt besser erkennen) und flachen, Teller geben und an einem dunklen und kühlen Ort verdunsten lassen.

 


Schritt 6
Was ihr jetzt erhaltet ist entweder ein Pulver oder ein "Wachs", das liegt daran das nicht alles sauber getrennt worden ist.
Das erhaltene LSA könnt ihr jetzt mit einer Rasierklinge/Bankkarte o.ä. abkratzen.

<-- Fertig! -->

Dosierung
Es ist schwierig eine Dosierungsempfehlung zu geben, es gilt wie immer: Langsam rantasten, lieber zu wenig als zu viel.
Geht man von einer normalen Dosis (5-12 Samen) aus, müsst ihr euch lediglich ausrechnen wie viel Extrakt das entspricht.
Bspl.:
Wenn 10 Samen eine Dosis sind und 100 Samen extrahiert wurden: 10/100 = 1/10 des Extrakts.
Für die genaue Dosierung empfehle ich euch eine Feinwaage (LINK)!

Konsum
Das Extrakt könnt ihr entweder in der Ethanollösung lassen (1ml = 1,5 Samen), ihr konsumiert ihn nasal (nicht zu empfehlen) oder einfach oral. Ihr könnt ihn auch in Kapseln füllen.

"Die Übelkeit kommt nur von der Samenschale und den Begleitstoffen"
Diese Aussage ist falsch. Auch reines LSA ruft Übelkeit und Nebenwirkungen hervor, belegt wurde dieses schon 1968 in dieser Studie: https://www.researchgate.net/publication/225846129_Die_psychische_Wirkung_der_mexikanischen_Droge_Ololiuqui_am_Menschen
 
Erläuterungen/FAQ
Wieso müssen die Samen pulverisiert werden?
Kurz: Damit die Lösungsmittel besser arbeiten ("lösen") können.
Wieso brauche ich zwei verschiedene Lösungsmittel?
Wundbenzin ist ein unpolares Lösungsmittel und Ethanol ein polares. Die Wirkstoffe die die bekannte Übelkeit beim Konsum auslösen und nicht für die eigentliche Wirkung verantwortlich werden sind löslich in unpolaren Lösungsmitteln. Das LSA allerdings ist nur in polaren Lösungsmitteln löslich. So wird LSA extrahiert.
Kann ich auch andere Lösungsmittel nutzen?
Ja, auch andere Lösungsmittel können genutzt werden. Wichtig ist die Polarität dieser. Für andere Lösungsmittel als die hier verwendeten kann ich keine Garantie für den Erfolg geben.
Wasser ist ja auch polar. Wofür brauche ich dann Ethanol?
Ethanol (1,69) hat einen kleineren Dipolmoment als Wasser (1,85). Da es aber nur um eine Hilfsphase geht wird es gerne als Lösungsmittel benutzt um es später wieder zu verdampfen (weniger Energie für Siedung). Danke für die Erklärung an "Anonym" ;)
Warum soll alles "im Dunkeln passieren"?
Der zu extrahierende Wirkstoff LSA ist empfindlich gegenüber UV-Strahlung und Wärme. Eine Erhitzung zur schnelleren Verdampfung oder das Verwahren der Lösungen an der Sonne führen zur Zerstörung des Endprodukts.
Warum muss ich Schritt 4 zwei mal durchführen?
Man sollte nach 24 Stunden Schritt 4 mit neuem Ethanol auf Grund des Konzentrationsgefälles zwischen dem Wirkstoff und dem Lösungsmittel wiederholen.

Haftungsausschluss: 
Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum!
Dieser Text wurde nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch können Irrtümer nicht ausgeschlossen werden. Ich übernehme keine Haftung für Schäden, die durch irgendeine Art der Nutzung der Informationen dieses Textes entstehen.

Kommentare:

  1. ja was finde ich denn hier :)
    schön, dass du die Samen weiterempfiehlst, vielen Dank.
    Ich schaue öfters mal wieder vorbei :)

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  2. Also wenn ich richtig verstanden hab dann ist mit dem wundbenzin die Substanz die Übelkeit verursacht nach Schritt 3 extrahiert?
    Und nur der Wirkstoff lsa ist nun in den samem noch vorhanden? Weil du nicht schreibst wo hin mit dem Übelkeits verursachen Substanz.
    Hab ich dann genau wie das lsa Extrakt eine kristalline oder wachs artige Struktur oder ist es an das wundnenzin gebunden und wirt dann auch damit entsorgt?

    Ein dickes lob sehr gut geschrieben super Erklärung denoch nicht für jederman durchführbar was vielleicht nicht falsch ist :-)

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    1. Richtig!
      Die Schadstoffe in den Samen sind unpolar, genauso wie das Wundbenzin, das nur unpolare Stoffe löst.
      LSA ist polar, dementsprechend werden nur Schad-, aber keine Wirkstoffe gelöst.
      - Magischepflanzen.de

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    2. Dann würde es doch reichen nur mit Ethanol zu arbeiten,
      da das Ethanol sowieso nur die Wirk und nicht die Schadstoffe
      löst so müssten dann die Schadstoffe ja logischer Weise im Samenbrei
      verbleiben, welchen man ja eh wegwirft.

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    3. Klingt plausibel. Kann man es nun so machen? Reicht es, nur mit Ethanol zu arbeiten?

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  3. Ahoi,
    ich habe mich recht feinsäuberlich an die Anleitung gehalten, bekam aber nur einen klebrigen Brei heraus. Laut Waage 300mg, bei 100 Samen. Ziemlich trostlos was ich da erblickte. =(
    http://abload.de/image.php?img=2015-07-0219.26.023zr29.jpg
    Ich frage mich nun, ob ich hier etwas fundamental falsch gemacht haben könnte? Alleine eine Dosierung scheint mir ein Ding der Unmöglichkeit. :-/

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    1. Hallo,
      tut mir leid das ich mich erst so spät melde. Diese Anleitung habe ich ursprünglich aus dem Englischen übernommen und erweitert. Mein Extrakt war auch harzig, ist aber richtig so. Es ist ein Zeichen dafür das die Lipide nicht ausreichend entfernt worden sind.
      Beim Konsum sei trotzdem vorsichtig!
      LG Florian

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  4. Kann man auch was anderes als Wundbenzin benutzen z.b. normales benzin oder Feuerzeug benzin?

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    1. Hallo Anonym,
      schau mal hier: http://ethnobotanik.blogspot.de/2014/10/naphtha-ersatz-die-losung.html bei den Kommentaren vorbei :)

      LG Florian

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  5. Moin,
    In welcher Größe sollte man sich die apothekerflaschen kaufen?

    Vielen dank schon mal für die Antwort :)

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    1. Errechne dir einfach wieviel du ungefair an ml brauchst. Ist natürlich stark abhängig von der Anzahl an Samen.

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  6. Wasser ist ja auch polar. Wofür brauche ich dann Ethanol?
    Ethanol ist polarer als Wasser und löst dadurch wesentlich mehr Wirkstoff heraus.

    -----
    Ethanol(1,69) hat einen kleineren Dipolmoment als Wasser(1,85). Da es aber nur um eine Hilfsphase geht wird es gerne als Lösungsmittel benutzt um es später wieder zu verdampfen(weniger Energie für Siedung).

    Danke für die Anleitung :)

    mfg

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  7. Hallo,
    Erstmal ein Lob an die super Beschreibung.
    Wie du sicher weißt enthält die Trichterwinde auch lsa und ich habe es schonmal ausprobiert und ca. 200 Samen gegessen, das Problem war nur die krasse übelkeit und das Erbrechen. Also kann man diese Beschreibung auch auf die Trichterwindesamen übertragen?
    Mfg

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    1. Hallo Anonym ;)

      Ja, auch Ipomea violacea (Prunkwinde), Convolvulus tricolor (Dreifarbige Winde) und andere windengewächse enthalten Mutterkornalkaloide, u.a. auch Lysergsäureamid.
      Die Extraktion verläuft gleich, viel Glück!

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  8. Wie hoch darf die Raumtemperatur denn maximal sein? Hab das Gefühl das der das der Wirkstoff "kaputt" ist, und sehe das als einzig mögliche Fehlerquelle. Oder könnte es auch daran liegen das ich IPA statt Etahnol genommen habe?

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    1. Ich kann mir nicht vorstellen das die Raumtemperatur zu hoch war, so lange wie du die Extraktion nicht neben einem Hochofen vollzogen hast.

      IPA sollte genauso gut gehen wie Ethanol, wo genau hakt es denn bei dir?

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  9. Ist es möglich das LSA-Extrakt mittels Lösung auf Blotter aufzubringen, um besser dosieren zu können?

    Danke und liebe Grüße

    Dave

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    1. Wenn das Lösungsmittel verdampft ist, erhält man wie gesagt ein Harz, also einen Feststoff. Daher wäre es leider nicht möglich.
      Nimm einfach eine Kleinstmenge, Stecknadelgröße, und taste dich heran :)

      Liebe Grüße

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    2. PS: Du könntest auch mal wieder etwas in deinem Blog veröffentlichen :)

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  10. hm... ich bleibe lieber bei meiner Methode und bereite es weiterhin immer manuell zu, wenn ich auf eine Reise gehe.

    1. Samen einweichen (1-2 Stunden)
    2. die äußerlich an den Samen gebildete Schicht entfernen, was meiner Meinung nach die Übelkeit hervorruft.
    3. die Samen mit einer Zange "crashen" und fein zermahlen
    4. mit heißem Wasser übergießen und ab in den Kühlschrank.

    Mit dieser Methode geht es mir immer prima. Eine Sache hatte aber das eine Mal (meiner Wahrnehmung nach) den Trip irgendwie partiell blockiert. Ich habe immer eine Flasche bei mir stehen, falls ich mal Durst bekomme, hatte das eine Mal aber Tee mit dem Pulver von Vitalpilzen, worin ich den Grund sehe.
    Ich bleibe lieber bei verdünntem Apfelsaft (50:50) mit Chiasamen, womit es bist eine Handvoll Badtrips immer positiv bis sehr positiv war. Eine andere Sache ist, daß ich vorher in die Badewanne steige, um mich zu erden und den Elend des Tages aus den Kopf bekomme, was im heißen Wasser prima klappt, worin ich eine gute Vorbereitung zum Trip sehe ... aber vielleicht ist das ja nur ein Placebo-Effekt ;)
    Ich wünsche euch alles Gute

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    1. Hey,
      das die äußere Schicht für die Übelkeit verantwortlich sein soll habe ich auch schon öfter gelesen, kann selber aber nichts dazu sagen.

      Das was du beschreibst ist auf jeden Fall auch eine gute Methode zum Konsum, hier geht es ja wirklich primär darum einen möglichst reinen Wirkstoff zu extrahieren. Ich persönlich sehe darin auch eher den wissenschaftlichen als den rekreationalen Aspekt :)

      Deine Methode zur Erdung macht durchaus Sinn, der Set ist ja reine Kopfsache und wenn man etwas findet das einen mental beruhigt - ich werde es mal ausprobieren!

      Liebe Grüße dir!

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  11. hey :)
    Ist das dann wirklich zu 100% reines lsa ? Oder ist noch ein kleiner Rest von den Schadstoffen mit enthalten?

    mfg

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    1. Nein ist es nicht. Das kann dir aber auch keine andere Extraktion versprechen, denn dafür müssten weitere aufwendige (und teure) instrumentelle Reinigungsverfahren genutzt werden. Hierbei geht es um die Konzentrierung, Abtrennung der meisten Begleitstoffe und Darstellung in einer anderen Konsumform :)

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    2. Ja verstehe :)
      Habe nur Bedenken dass sich diese Reststoffe negativ auf die Körperliche Gesundheit auswirken können.
      Wie ist da deine Meinung ?

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    3. Die Samen enthalten zahlreiche Inhaltsstoffe, 0.3% sind Mutterkornalkaloide, welche hier isoliert werden sollen. Dazu zählt Agroclavin, Ergin (LSA), Isoergin, Chanoclavin-I und -II, Elymoclavin, Lysergol und noch einige andere. Die Restsstoffe von denen du redest haben wohl kaum stärkere Nebenwirkungen als erwähnte Mutterkornalkaloide, vielen Konsumenten nehmen die Samen ja auch so ein.
      Meine persönliche Meinung dazu: Ich hätte hinsichtlich dessen keine Bedenken :)

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  12. Ich frage mich wieso man den Wirkstoff überhaupt aus dem schützenden Ethanol nehmen soll. Die kleine Menge Alkohol spielt beim Konsum kaum eine Rolle.

    Ansonsten super Anleitung. Das in Ethanol gelöste Extrakt leuchtet unter UV milchig weiß und grün und ist trüb. Unter normalem Licht leicht gelblich und klar. Also habe ich wohl irgendetwas Extrahiert, vermutlich auch das Richtige, in wenigen Minuten weiß ich es.

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    1. Die Lösung kann genauso gut verwendet werden, da hast du vollkommen recht! Ich hoffe du hattest eine gute Erfahrung!

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